Sportpsychologische Betreuung zur Optimierung der Trainings- und Wettkampfqualität der Abteilung Tischtennis des Deutschen Behindertensportverbandes e.V. (2. Projektphase)

Sprache: Deutsch
Leiter des Projekts Prof. Dr. Höner, Oliver Universität Tübingen / Institut für Sportwissenschaft (Tel.: 07071/29-72087, oliver.hoener at uni-tuebingen.de)
Mitarbeiter des Projekts Dr. Leber, Thorsten (Tel.: 0174/6843881, thorsten.leber at uni-tuebingen.de)
Beteiligte Institutionen: Universität Tübingen / Institut für Sportwissenschaft (Forschungseinrichtung)
BMI/BISp (Aktenzeichen: 071606/17-18) (Finanzierung)
Deutscher Behindertensportverband (Forschungseinrichtung)
Projektlaufzeit: 02/2017 - 02/2018
Schlagworte: Behindertensport; Betreuung; Betreuung, psychologische; Deutscher Behindertensportverband; Evaluation; Ganzheitlichkeit; Hochleistungssport; Leistungssport; Mannschaftsbetreuung; Rückschlagspiel; Sportart, paralympische; Sportpsychologie; Sportspiel; Tischtennis; Wettkampfbetreuung
Erfassungsnummer: PR020170200011
Quelle: profi - Projektinformationssystem
Gespeichert in:

Ziel

Die Abteilung Tischtennis des Deutschen Behindertensportverbandes strebt im aktuellen paralympischen Zyklus eine Optimierung der Betreuungsstrukturen an. Diese beinhaltet unter anderem eine kontinuierliche und professionelle sportpsychologische Betreuung, deren Basis im Jahr 2017 weiter vertieft werden soll. Anknüpfungspunkt für das geplante Projekt sind die Erkenntnisse und die Evaluation der bisherigen Zusammenarbeit im Rahmen der Vorbereitung auf die Paralympischen Spiele 2016 in Rio de Janeiro.
Im Sinne einer möglichst ganzheitlichen Entwicklung der Athleten sollen die bis dato vorliegenden Erkenntnisse genutzt werden, um Spieler und Betreuer auf Basis wissenschaftsbasierter sportpsychologscher Methoden optimal auf sportliche Großereignisse der kommenden Jahre vorzubereiten. Darüber hinaus sollen Strukturen und Abläufe entstehen, die auch auf die Talentsichtung und -förderung übertragen werden können und dadurch die nachrückende Spielergeneration möglichst schnell an den Spitzenbereich heranzuführen. Die mit der zu erwartenden Verjüngung des Kaders in Zusammenhang stehenden Veränderungen der Trainingsschwerpunkte und der Gruppendynamik sollen ebenfalls sportpsychologisch begleitet und bei Bedarf moderiert werden.

Planung

Feb 2017: Abstimmung Rahmenplan der sportpsychologischen Maßnahmen
Mrz - Okt 2017: Sportpsychologische Betreuung vor Ort und die Begleitung zwischen den Lehrgängen via
Telefon / E-Mail
Mrz - Mai 2017: Trainings- und Turnierbeobachtung
Mai 2017: Unmittelbare Vorbereitung auf Team-WM
Mai 2017: Nachbereitung/Analyse Team-WM
Sep 2017: Unmittelbare Vorbereitung auf EM Sep
Nov 2017: Nachbereitung EM
Dez 2017 - Jan 2018: Auswertung / Projektbericht

Ergebnisse

Auf Basis dieser Vorerfahrungen ist es das Ziel des Betreuungsprojekts, einen Mehrwert zu schaffen, der die Qualität der sportpsychologischen Betreuung im Behindertensport nachhaltig verbessert. Dabei soll durch den Bezug der Maßnahmen zu den im Rahmen des Forschungsprojekts QuATraS (Hänsel, 2013) formulierten Referenzdimensionen für die Trainings- und Wettkampfqualität die praktische Relevanz für das paralympische Tischtennis reflektiert werden. Die Erkenntnisse werden durch die Projektgruppe in Form eines Artikels für die Zeitschrift Leistungssport für den Wissenstransfer aufbereitet. Zudem sind die Projektbeteiligten mit Vortragstätigkeiten im Sinne des Praxistransfers vertraut und gerne bereit, den Wissenstransfer in andere Bereiche auch durch wissenschaftliche Vorträge zu unterstützen.
Weiterhin wird angestrebt, den Austausch mit dem vom Bundesinstitut für Sportwissenschaft geförderten Projekt „Rahmenkonzeption und fachliche Weiterentwicklung der Sportpsychologie im Sport von Menschen mit Behinderungen“ der Universität Münster weiter zu vertiefen. Eine Zusammenarbeit in Form eines Experteninterviews hat bereits stattgefunden, die Teilnahme an einem Workshop zu diesem Thema im März 2017 ist ebenfalls bereits geplant.
Bei langfristig erfolgreicher Zusammenarbeit und einer Fortführung des Projekts über das Jahr 2017 hinaus, können die genannten Maßnahmen des Projekts differenziert und erweitert werden. So können perspektivisch Anwendung und Evaluation der geplanten Maßnahmen die Basis für zu verfassende Rahmenpläne und Handlungsleitfäden bilden, die nach Projektende personenunabhängig als Orientierung für die langfristige Betreuung im paralympischen Tischtennis dienen können.

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