Sporttherapie und Ressourceneinschätzungen

Titel: Sporttherapie und Ressourceneinschätzungen
Autor: Schega, Lutz; Stoll, Oliver
Zeitschriftentitel: Psychologie und Sport
Format: Zeitschriften­artikel
Medienart: Elektronische Ressource (online); Gedruckte Ressource
Sprache: Deutsch
Veröffentlicht: 7 (2000), 4, S. 153-163, Lit.
Schlagworte: Angst; Kniegelenkendoprothese; Langzeitstudie; Psychosomatik; Sportmedizin; Sportpsychologie; Sporttherapie; Untersuchung, vergleichende;
Erfassungsnummer: PU200909004530
Quelle: BISp
Gespeichert in:

Abstract des Autors

Veränderungen psycho-sozialer und funktionaler Variablen im Rahmen einer drei- bis sechs-wöchigen stationären Anschlussheilbehandlung von Patientinnen und Patienten mit Knie-Endoprothesen stehen im Mittelpunkt des vorliegenden Beitrags.
Dabei werden die Ergebnisse dieser Studie zusammen mit zwei weiteren Feldstudien diskutiert, die eine vergleichbare Fragestellung, jedoch mit anderen Erkrankungen und/oder einer anderen Form der Anschlussheilbehandlung hatten. Alle drei Studien basierten auf einem ressourcentheoretischen Ansatz, der unter dem Namen „Conservation of resources theory (COR theory) bekannt geworden ist. An der hier detailliert berichteten Studie nahmen insgesamt 10 Personen teil, die eine drei- bis sechs-wöchige Anschlussheilbehandlung durchliefen. Erfasst wurden neben Ressourceneinschätzungen, die Ängstlichkeit, Psychosomatische Beschwerden, die Allgemeine Selbstwirksamkeit und die Erwartete Soziale Unterstützung. Darüber hinaus wurden medizinisch-funktionale Parameter erfasst. Die Messungen erfolgten vor- und nach- sowie sechs Monate im Anschluss an die
Intervention. Die psycho-sozialen Variablen verbesserten sich im Verlauf der Anschlussheilbehandlung im Gegensatz zu den medizinisch-funktionalen Variablen nur geringfügig. Lediglich die Optimismuseinschätzungen und die Allgemeine Selbstwirksamkeit, jedoch auch die Erwartete Soziale Unterstützung steigen an. Erst nach drei Messzeitpunkten sinkt auch die Ängstlichkeit, während jedoch der Effekt in den Optimismuseinschätzungen und in der Allgemeinen Selbstwirksamkeit nach dem
dritten Messzeitpunkt wieder verschwindet. Die Verbesserungen in den medizinisch-funktionalen Parametern bleiben auch sechs Monate im Anschluss an Intervention stabil. Ein signifikanter Anstieg in den Psychosomatischen Beschwerden nach drei
Messungen wird als Messartefakt interpretiert. Die vorliegenden Ergebnisse werden zusammen mit den Ergebnissen von zwei weiteren, ähnlich angelegten Studien und vor dem Hintergrund ressourcen- und Erholungs-Belastungstheoretischer Überlegungen interpretiert. Verf.-Referat

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