Drehimpulse im Weitsprung. Bestimmung der Abhaengigkeit der Sprungweite von Drehimpulsen um transversale Achsen und Moeglichkeiten der Optimierung der dazu erforderlichen kinegraphischen Methoden

Saved in:
Bibliographic Details
Author:Jöllenbeck, Thomas
Published:Aachen: 1995, 193 S., Lit.
Format: Publications (Database SPOLIT)
Publication Type: Book
Media type: Print resource
Language:German
ISBN:3930911108
Keywords:
Online Access:
Identification number:PU199810304795
Source:BISp

Abstract

Grosse Sprungweiten im Weitsprung erfordern von Athleten die Faehigkeit, eine hohe Anlaufgeschwindigkeit waehrend des Absprungs in eine hohe Abfluggeschwindigkeit und einen grossen Abflugwinkel zu ueberfuehren. Hierbei werden zwangslaeufig Drehimpulse vor (Anlaufdrehimpuls), waehrend (Absprungdrehimpuls) und nach dem Absprung (Flugdrehimpuls) erzeugt oder veraendert. Deren Variation und Einflussnahme auf die Sprungweite wurde im Experiment und in einer quasiexperimentellen Erhebung untersucht. Grundsaetzlich beginnen Weitspringer die Flugphase mit einem vorwaertsdrehenden Flugdrehimpuls. Hitch-Kich-Springer verfuegen im oberen Leistungsbereich ueber groessere Drehimpulswerte als Hangspringer. Bei der Hitch-Kick-Technik liefert der Absprungdrehimpuls, bei der Hangtechnik dagegen der Anlaufdrehimpuls den groesseren Beitrag zum Flugdrehimpuls. Sollen groessere Weiten erzielt werden, so scheint vor allem die Ergaenzung der dominanten Drehimpulskomponente durch die jeweils untergeordnete Komponente bedeutsam. Beiden Techniken gemein ist der positive Einfluss des bisher unbekannten Anlaufdrehimpulses auf die Sprungweite. Mit Hilfe einer Kraftmessplatte konnten beim Absprung im Gegensatz zu bisherigen Untersuchungen nicht zwei, sondern vielmehr drei Phasen im zeitlichen Verlauf des Drehmomentes aufgezeigt werden. Dabei sind unabhaengig von der verwendeten Technikform die beiden kurzen Phasen zu Beginn und am Ende in ihrer Wirkung rueckwaertsdrehend, die wesentlich laengere mittlere Phase dagegen vorwaertsdrehend. Im Zuge der kinematographischen Datenerfassung konnte die Lokalisierungsgenauigkeit problematischer Koerperpunkte durch den Einsatz neuer Methoden teilweise verbessert werden. Buchruecken