Einfluss der Temperatur auf die Sauerstoffbindungseigenschaften des Blutes Ausdauertrainierter und untrainierter Vergleichspersonen

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Author:Peukert, Juergen
Published:Hannover: Med. Hochsch. (Verlag), 1991, 1991. 57 S., Lit., Lit.
Format: Publications (Database SPOLIT)
Publication Type: Book
Media type: Print resource
Language:German
Keywords:
Online Access:
Identification number:PU199502100482
Source:BISp

Author's abstract

In der vorliegenden Arbeit wurden die Sauerstoffbindungskurven (ODK) von 12 ausdauertrainierten maennlichen Versuchspersonen und von 7 untrainierten maennlichen Vergleichspersonen bei 31, 37 und 41 Grad C registriert. Parallel erfolgte die Bestimmung der intra- und extraerythrozytaeren pH-Werte beider Untersuchungsgruppen bei 31, 37 und 41 Grad C. Ziel der Arbeit war es, herauszufinden, ob es einen experimentell nachweisbaren Unterschied im Temperaturverhalten der Sauerstoff-Haemoglobin-Bindung gibt, bzw. ob ein unterschiedlicher Einfluss der Temperatur auf den Saeure-Basen-Status des Erythrozyten vorliegt, der die bei koerperlicher Belastung verbesserte Sauerstoffausschoepfung der Sportler erklaert. Die ermittelten Temperaturkoeffizienten (TC) der Trainierten (TR) und Untrainierten (UT) betrugen bei Halbsaettigungsdruck (P50) 0,020 +/- 0,0022 SD bzw. 0,0215 +/- 0,0021 SD. Die niedrigeren TC der TR, die nur bei 90% SO2 signifikant waren, koennten Ausdruck einer DPG-indizierten Abschwaechung des Temperatureffekts sein. Die TC beider Untersuchungsgruppen erwiesen sich als unabhaengig von der Sauerstoff-Haemoglobin-Saettigung (SO2 10-90%). Bei beiden Untersuchungsgruppen fanden sich im unteren Temperaturbereich (31-37 Grad C) hoehere TC, die jedoch nur im mittleren Saettigungsbereich (SO2 30-60%) signifikant waren. Dies koennte zurueckgefuehrt werden auf den mit Temperaturzunahme beobachteten verringerten Bohrkoeffizienten fuer fixe Saeuren (BCFA), den mit Temperaturzunahme verminderten Einfluss des 2,3-DPG sowie die durch pH-Abfall induzierte Abschwaechung des TC. Die mit Temperaturerhoehung einhergehende Verminderung des DONNAN-IH+-Wertes erwies sich als signifikant zwischen 31 und 41 Grad C, zeigte jedoch keine signifikanten Unterschiede zwischen TR und UT. Die Ergebnisse dieser Arbeit geben nach wie vor keine Erklaerung fuer die Ursache der vermehrten Rechtsverschiebung der ODK Ausdauertrainierter unter Arbeitsbedingungen, so dass davon ausgegangen werden muss, dass die beobachtete Affinitaetsverminderung nicht durch die Temperatur verursacht wird. Verf.-Referat