Längsschnittanalysen zur motorischen Entwicklung im Erwachsenenalter: Deskription sportlicher Leistungsverläufe und Kausalanalysen der Einflußfaktoren und ihrer Wechselwirkung

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Bibliographic Details
Project manager:Okonek, Christiane (Universität Bonn / Institut für Sportwissenschaft und Sport, Tel.: 0228 9101826, okonek at uni-bonn.de)
Research institution:Universität Bonn / Institut für Sportwissenschaft und Sport
Funding:Eigenfinanzierung
Format: Project (Database SPOFOR)
Language:German
Project duration:06/1992 - 01/2000
Keywords:
Identification number:PR020011100054

Summary

Im Rahmen einer retrospektiven Längsschnittstudie wird der Frage nachgegangen, welche der nachfolgend genannten Konstrukte einen signifikanten Beitrag zur Varianzerklärung der sportlichen Leistung(sänderung) über die Zeit leisten, wenn diese Konstrukte um wechselseitige, zuvor in Pfadanalysen überprüfte Einflüsse bereinigt werden. Es handelt sich neben dem Trainingsverhalten und der Sportkarriere - in Orientierung an der Lebensspannen-Entwicklungspsychologie - um die Konstrukte Persönlichkeit (Emotionalität & Extraversion, Kontrollüberzeugungen), Gesundheit, Lebensstil, subjektiv empfundene Belastung durch signifikante Lebensereignisse und beruflicher Status. Diese Residualanalysen werden um differentielle Betrachtungen ergänzt.

Intermediate results

Die in der Studie berücksichtigten "außersportlichen" Konstrukte sind nicht nur über das Trainingsverhalten Prädiktoren der Leistung, sondern sie besitzen eine für die unterschiedlichen abhängigen Veriablen jeweils spezifische eigene Bedeutung. Die "Netto"-Varianzaufklärung durch diese Einflussfaktoren beträgt zwischen 5% und 19%, diejenige durch Training und Sport zwischen 2% und 53%. Insgesamt konnten vor den Residualanalysen zwischen 4% und 91% und danach zwischen 7% und 65% Varianz als erklärt angesehen werden. Schlußfolgerung: Ein Modell zur motorischen Entwicklung im Erwachsenenalter, das über den reinen Hochlei-stungsbereich hinaus Gültigkeit besitzen soll, muss die hier berücksichtigten Einflussfaktoren beinhalten. Die Ergebnisse verweisen zudem auf die Notwendigkeit einer frühzeitigen und ganzheitlichen Einbindung von Sport- und Bewegungsaktivitäten in den Lebensstil.