Leichtes Schädel-Hirn-Trauma im Sport : Handlungsempfehlungen

Titel: Leichtes Schädel-Hirn-Trauma im Sport : Handlungsempfehlungen
Autor: Gänsslen, Axel; Schmehl, Ingo
Format: Monografie
Medienart: Elektronische Ressource (online); Gedruckte Ressource
Sprache: Deutsch
Veröffentlicht: Köln: Bundesinstitut für Sportwissenschaft (Hrsg.), 2015, 44 S., Lit.
Sportverl. Strauß (Verlag),, 44 S., Lit.
ISBN: 9783868845938
Schlagworte: Boxerenzephalopathie; Boxerenzephalopathie; Boxerenzephalopathie; Diagnostische Verfahren; Enzephalopathie; Erholung; Gehirnerschütterung; Neurologie; Neuropsychologie; Rehabilitation, posttraumatische; Schädelhirnverletzung; Sportaktivität; Sportmedizin; Sportverbot; Symptomatik; Therapeutische Verfahren; Trainingsbeginn; Zustand, posttraumatischer;
Erfassungsnummer: PU201503002355
Quelle: BISp

Abstract

Stoß- und Anprallverletzungen im Kopfbereich gehören in zahlreichen Sportarten zum Alltag in Training und Wettkampf. Diese werden oft als „Bagatellverletzungen“ abgetan. Ihre konsequente Diagnostik und Behandlung wurde insbesondere bei leichtgradigen Formen in den vergangenen Jahrzehnten häufig vernachlässigt. Neuere Erkenntnisse über die möglichen und zum Teil gravierenden Langzeitschäden rezidivierender und vor allem schlecht bzw. unzureichend therapierter Schädel-Hirn-Traumen führt aktuell zu einer Neuorientierung im Umgang mit diesen Verletzungen. Gerade im US-amerikanischen Raum führte, auch auf Grund des dort vorherrschenden Schadensersatzrechtes, eine Reihe von Klagen betroffener Athleten gegen Vereine und Verbände schon frühzeitig zu einer Sensibilisierung in Bezug auf das Thema. In Europa wurde bislang die Debatte über die nötigen Konsequenzen dagegen eher zurückhaltend geführt. Nichtsdestotrotz hat das Thema „Schädelhirnverletzungen im Sport“ zwischenzeitlich auch in Europa, völlig zu Recht, mehr Aufmerksamkeit erlangt. Im Rahmen dieser Diskussion wurde zuletzt das Bewusstsein geschaffen, dass insbesondere eine verbesserte und breitere Schulung der medizinischen Akteure zu diesem Thema und die Festlegung von sicheren Diagnostik- und Behandlungsstandards dringend nötig sind. Dabei geht der betroffene Personenkreis weit über die in der direkten Sportlerbetreuung eingebundenen Therapeutinnen bzw. Therapeuten sowie Ärztinnen und Ärzte hinaus und erstreckt sich von niedergelassenen Allgemeinärztinnen und -ärzten bis hin zu Notaufnahmepersonal sowie Trainerinnen bzw. Trainern und Betreuungspersonal.
Die vorliegende Broschüre bietet hierzu einen Leitfaden in dem anschaulich, kompakt und klinisch relevant die wesentlichen Punkte zu diesem Thema dargestellt sind. Die Inhalte erstrecken sich dabei von der Definition des Begriffs „Gehirnerschütterung“ über die Demographie der Verletzung zu den pathophysiologischen Grundlagen der Entstehung und erklärt prägnant die wesentlichen Schritte der Diagnostik und Behandlung. Gezielt werden dabei die aktuellen Möglichkeiten der etablierten Diagnostik-Tools, sowie ein 6-Stufen „Return-to-Play“-Konzept für einen sicheren Wiedereinstieg in den Sport ausführlich dargestellt. Die Broschüre ist damit nicht nur für Neueinsteiger in der betreuenden Sportmedizin eine wertvolle Lektüre sondern auch ein praktisches und kompaktes Nachschlagewerk bei Fragen rund um dieses Thema und vor dem Hintergrund der aktuellen Diskussionen ein wichtiges Werkzeug zum Schutz unserer Athletinnen und Athleten in den entsprechenden Risikosportarten. Vorwort von Prof. Dr. med. Bernd Wolfarth

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