Trichloramin in der Schwimmhallenluft

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Published in:Archiv des Badewesens
Published:62 (2009), 10, S. 591-611
Format: Publications (Database SPOLIT)
Publication Type: Journal article
Media type: Print resource
Language:German
ISSN:0932-3872
Keywords:
Online Access:
Identification number:PU201005004274
Source:BISp

Abstract

Der typische „Chlorgeruch“ in Schwimmhallen, den jeder Badbesucher kennt, stammt von dem chemischen Stoff „Trichloramin“, der bei der Wasseraufbereitung verwendet bzw. freigesetzt wird. Während man sich im europäischen Ausland mit den möglichen gesundheitlichen Gefahren dieses Stoffes schon seit längerer Zeit intensiv beschäftigt, gibt es in Deutschland dazu nur wenige Studien. Daher wurde im Jahr 2005 ein Forschungsprojekt „Trichloramin in Bädern“ mit dem Ziel durchgeführt, die „Expositionen“ der Konzentrationen des Trichloramin in der Luft
deutscher Schwimmbäder zu ermitteln und zu analysieren sowie damit verbunden, Empfehlung zu Reduzierung der Belastungen abzuleiten. Das Infektionsgesetz schreibt in Deutschland vor, dass das Bade- und Schwimmwasser in öffentlichen und Therapiebädern eine Schädigung der menschlichen Gesundheit durch Krankheitserreger verhindern muss. Zur Erfüllung dieser Anforderungen müssen ständig die von den Badegästen verursachten „mikrobiellen“ Kontaminationen durch die Wasseraufbereitung und Desinfektion beseitigt werden. Verf. stellen die einzelnen Untersuchungsergebnisse ihrer Messungen vor, die zeigen, dass in der Regel die vorgeschlagenen Grenzwerte nicht überschritten werden. Lemmer