Körperanalysen: Die bioelektrische Impedanzanalyse BIA

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Author:Tomczak, Jörg
Published in:Forschung Innovation Technologie : das F.I.T.-Wissenschaftsmagazin der Deutschen Sporthochschule Köln
Published:8 (2003), 1 , S. 34-40
Format: Publications (Database SPOLIT)
Publication Type: Journal article
Media type: Print resource
Language:German
ISSN:1434-7776
Keywords:
Online Access:
Identification number:PU200402000316
Source:BISp

Abstract

Unter Körperanalysen wird die Messung großer Körperkompartimente verstanden, z. B. Körperwasser, Körperfett, Muskelmasse oder Köperzellmasse. Das in der Praxis vorhandene Interesse an solchen Daten entbehrt oft der wissenschaftlichen Genauigkeit, was sich in der populären Einteilung in Unter-, Über- oder Optimalgewicht zeigt, obwohl aus dem Gewicht allein nicht auf den Anteil an Fett geschlossen werden kann. Methoden zur Körperanalyse sind, neben der Bioelektrischen Impedanzanalyse (BIA), folgende: 1. Pro-Toto-Methoden der Densiometrie (Messung des Verhältnis von Gewicht und verdrängtem Wasser auf Basis der unterschiedlichen Dichte von Fettmasse (FM) und fettfreier Masse (FFM)), der Kalium 40-Messung (Messung der körpereigenen radioaktiven Strahlung des Kalium 40-Isotops auf Basis der unterschiedlichen Strahlung von FM und FFM) und der Messung des Deuteriumoxid D2O (Messung des Gesamtkörperwassers über die Konzentration von zugeführtem schwerem Wasser). 2. Pars-Pro-Toto-Methoden wie z. B. die Calipermessung (Dickemessung des Unterhautfetts an ausgewählten Hautfalten mit Hilfe einer Messzange), die Infrarotmessung (Dickemessung des Unterhautfetts mittels eines Infrarotlichtimpulses) oder die Anthropometrische Messung (Umfang- und Breitenmessungen an ausgewählten Körperstellen). Die BIA als Pro-Toto-Messung basiert auf dem Prinzip der Messung von spezifischen Leitfähigkeiten unterschiedlicher Gewebetypen. Neben dem Körperfett und der Körperzellmasse lassen sich Flüssigkeitsveränderungen im Körper messen, wodurch z. B. Wassereinlagerungen nach Anabolikaeinnahme oder Ödembildungen bei Erkrankungen, wie Gefäßschäden, Herzinsuffizienz oder Nierenschäden nachgewiesen werden können. Die Messung erfolgt über sehr genau zu platzierende Elektroden an Hand und Fuß; im Gegensatz zu den vielfach im Einsatz befindlichen Waagen mit integrierten Metallelektroden, die nur den Beinwiderstand messen. Amendt