Expertise : Umgang mit Schädelhirntraumata im deutschen Spitzensport

Sprache: Deutsch
Leiter des Projekts Prof. Dr. Reinsberger, Claus Universität Paderborn / Sportmedizinisches Institut (Tel.: 05251/60-3184, reinsberger at sportmed.upb.de)
Beteiligte Institutionen: Universität Paderborn / Sportmedizinisches Institut (Forschungseinrichtung)
BMI/BISp (Aktenzeichen: 080101/15-16) (Finanzierung)
Projektlaufzeit: 09/2015 - 08/2016
Schlagworte: Boxen; Datenbank; Diagnostische Verfahren; Eishockey; Eissport; Fußballspiel; Gehirn; Gehirnerschütterung; Hochleistungssport; Interview; Kampfsport; Leistungssport; Literaturanalyse; Neurologie; Prävention; Risiko; Risikosportart; Schädelhirnverletzung; Skisport; Sportspiel; Sporttraumatologie; Sportverband; Sportverband, nationaler
Erfassungsnummer: PR020150900159
Quelle: profi - Projektinformationssystem
Gespeichert in:

Zusammenfassung

Es werden systematische Literaturrecherchen mit Darstellung der Epidemiologie, point-of-care und innenklinischen Diagnostik, Erst- und Folge-Management sowie Outcome-Evaluation Sport-assoziierter SHT durchgeführt. Zudem erfolgen Analysen der Spitzenverbände des DOSB durch Sichtung von bestehendem Regelwerk und Handlungsanweisungen, sowie strukturelle Interviews mit Verbandärzten. Prospektiv sollen beispielhaft Nachhaltungen von SHT's in Hochrisikosportarten (Eishockey, Boxen, Ski, Fußball) durchgeführt und eine entsprechende nationale Datenbank aufgebaut werden.
1.) retro- und prospektive Analyse des Status quo in den nationalen Spitzenverbänden des DOSB. Untersucht werden vorhandene / etablierte Regelwerke und Handlungsempfehlungen zur primären Diagnostik und Versorgung in Wettkampf und Training und zum generellen Umgang mit dem Thema Kopfverletzungen und SHT im Sport (inkl. Verhaltens- / Verhältnisprävention (z.B. Protektoren) und return to play, z.T. auch im internationalen Vergleich mit ausgesuchten Sportverbänden und -organisationen, wie z.B. FIFA, UEFA, NFL etc.)
2.) Systematische Literaturrecherche mit dem Ziel einer Darstellung des aktuellen Stands der Epidemiologie, point-of-care und innerklinischen Diagnostik (einschl. klinischer Entscheidungsregeln, Labor-, bildgebender, neurophysiologischer und sonstiger apparativer Verfahren), Erst- und Folge-Management sowie Outcome-Evaluation Sport-assoziierter SHT
3.) Nachverfolgung von SHT in Fußball, Ski, Boxen und Eishockey
4.) Empfehlungen und Aufbau einer nationalen Datenbank SHT im Spitzensport
Im Rahmen der Erstellung der Expertise sollen die gewonnenen Daten Forschungslücken aufzeigen und so die Grundlage für gezielte weiterführende prospektive Studien bilden. Dies könnten zum Beispiel die Bereiche Diagnosestellung (z.B. im Hinblick auf den Einsatz von Bio- und Surrogatmarkern), Therapie (durch evaluierte Programme mit entsprechenden Verlaufsparametern) oder Prävention (z.B. durch Überprüfung der Effektivität von Präventionsmaßnahmen, Regelwerke etc.) umfassen. Im Rahmen klinischer Studien können Tests und Interventionen künftig hinsichtlich Gütekriterien, Validität und Reliabilität beurteilt werden. Die Expertise kann einen entscheidenden Beitrag zur Wahl des Untersuchungsdesigns, der primären und sekundären Endpunkte oder Auswahl entsprechender Biomarker (z.B. im Bereich der multimodalen zerebralen Bildgebung) leisten. In jedem Fall ist davon auszugehen, dass resultierende Untersuchungen interdisziplinären Charakter haben werden, da das Management von SHTs im Sport in Prävention, Diagnose, Therapie und Verlauf neurowissenschaftlich multidisziplinär erfolgt (unter Berücksichtigung von Expertise in Sportmedizin, Neurologie, Neurochirurgie, Neuropsychologie und anderen).

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