Doping beim Freizeit- und Breitensport

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Bibliographic Details
Author:Müller-Platz, Carl; Boos, Carsten; Müller, Rudhard Klaus
Published:Berlin: 2006, 39 S., Lit.
Editor:Robert-Koch-Institut
Format: Publications (Database SPOLIT)
Publication Type: Book
Media type: Electronic resource (online) Print resource
Language:German
ISBN:3896061747, 9783896061744
Series:Gesundheitsberichterstattung des Bundes, Volume 34
Keywords:
Online Access:
Identification number:PU200610002397
Source:BISp

Abstract

Freizeit- und Breitensport in Vereinen und kommerziellen Einrichtungen ist in unserer Gesellschaft weit verbreitet, die positiven gesundheitlichen Auswirkungen sind belegt. Aber auch in diesen Bereichen des Sports gibt es Doping bzw. Arzneimittelmissbrauch. Aus den wenigen verfügbaren europäischen Studien zum Doping außerhalb des Leistungssports ist bekannt, dass ein, wenn auch geringer Teil der Fitnessstudiokundinnen und -kunden Dopingsubstanzen missbraucht. Speziell unter Bodybuildern finden sich vermehrt Nutzer verbotener Substanzen (insbesondere Anabolika). Männer geben häufiger als Frauen an, Dopingmittel eingenommen zu haben. Das gesundheitsgefährdende Potenzial dieser Wirkstoffe ist erheblich, zahlreiche Nebenwirkungen bis hin zu einer erhöhten Sterblichkeit werden beobachtet. Neben persönlichen Motiven, wie einem übersteigerten Körperbewusstsein, sind auch gesellschaftliche Faktoren von Bedeutung, wenn nach den Ursachen des Substanzmissbrauchs im Freizeitsport gefragt wird. Der oft sorglose Einsatz von Wirkstoffen, um vermeintliche oder nur vorübergehend bestehende körperliche oder geistige Beeinträchtigungen zu kompensieren, ist in unserer Gesellschaft weit verbreitet. Damit zu entwickelnde Präventionsmaßnahmen erfolgreich sind, sollten sie nicht allein auf den Kontext Sport beschränkt sein. Es geht darum, ein kritisches Bewusstsein gegenüber leistungssteigernden Mitteln In allen Bereichen des täglichen Lebens zu wecken. Buchrücken

Covertext

Recreational sports in clubs and commercial sports facilities are widespread in Germany. The positive health effects are well documented. Unfortunately dopingand drug abuse also exist in this area. The few available studies in Europe regarding doping beyond high level sports point out that only a small number of customers of fitness clubs abuses doping substances, males more often than females. In particular among bodybuilders there are users of prohibited substances (especially ana-bolic steroids). The health-threatening potential of these substances is considerable. Numerous biomedical side effects including an increased mortality rate have been documented. Besides individual motives, like body-shaping also social factors are of importance, when asking for the causes of substance abuse in recreational sports. The often careless use of substances for compensating alleged or transient physical or mental disturbances is widespread in our society. In order to be successful, prevention measures should not be limited to the context of sports alone. Moreover it is essential to create critical aware-ness concerning Performance enhancing substances in all areas of daily life. Buchrücken