Sportentwicklung, quo vadis?

Saved in:
Bibliographic Details
Author:Breuer, Christoph; Herb, Fridtjof; Luetkens, Alexandra
Published in:Forschung Innovation Technologie : das F.I.T.-Wissenschaftsmagazin der Deutschen Sporthochschule Köln
Published:6 (2001), 2 , S. 11-16
Format: Publications (Database SPOLIT)
Publication Type: Journal article
Media type: Print resource
Language:German
ISSN:1434-7776
Keywords:
Online Access:
Identification number:PU200402000335
Source:BISp

Abstract

Das deutsche Sportsystem ist seit einigen Jahren einem massiven Wandel ausgesetzt. Um zukünftige Problembereiche und dringliche Handlungsfelder genauer zu identifizieren wurde in zwei Projektregionen (Essen und Rhein-Sieg-Kreis) eine Delphi-Studie (in zwei Wellen werden Experten anonym schriftlich befragt; nach Auswertung der ersten Welle erfolgt eine erneute Befragung unter Rückmeldung der Ergebnisse) zur Erfassung künftiger Problemfelder der Sportentwicklung durchgeführt. 1.912 haupt- oder ehrenamtliche Personen aus den Bereichen Kommunalpolitik/-verwaltung, Schulsport, Sportverband/-verein, kommerzielle Sportanbieter, Sportartikeleinzelhandel sowie Sport- und Lokaljournalismus sollten Stellung nehmen zu Fragen bezüglich der Entwicklung des Sportverhaltens der Bevölkerung, der Sportvereine, Fitness-Studios, des Schulsports, Leistungssports, der Sportstätten und des Sports als Gegenstand in der Politik. Einzuschätzen war der Zeitpunkt des Eintreffens der Entwicklung, dessen Beurteilung sowie den daraus entstehenden Handlungsbedarf für Sportplanung und Sportanbieter. Die Gesamtrücklaufquote betrug über beide Wellen 18,2 % in Essen und 27,8 % im Rhein-Sieg-Kreis. Die sich daraus ergebenen dringlichsten Handlungsfelder betrafen hauptsächlich die Sportvereine und die kommunale Sportverwaltung. Primärer Handlungsbedarf besteht demnach bei der Sanierung öffentlicher Sportanlagen sowie der Gewinnung ehrenamtlicher Mitarbeiter, gefolgt von Fragen der öffentlichen Finanzierung des Übungsbetriebs der Sportvereine. Die Zukunft von Vereinseigenen und vor allem kommerziellen Sportanlagen wurde demgegenüber weniger pessimistisch eingeschätzt als die der öffentlichen Anlagen. Amendt