Die Struktur der Palmarplatte des proximalen Interphalangealgelenks im Hinblick auf typische Verletzungsmuster bei Hyperextensionstraumen der Finger. Eine morphometrische, densitometrische und histologische Untersuchung

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Author:Mall, G.; Koebke, J.
Published in:Sportverletzung, Sportschaden
Published:6 (1992), 4 , S. 161-164, Lit.
Format: Publications (Database SPOLIT)
Publication Type: Journal article
Media type: Print resource
Language:German
ISSN:0932-0555, 1439-1236
Keywords:
Online Access:
Identification number:PU199303062979
Source:BISp

Abstract

An insgesamt 43 Haenden werden die palmaren Platten der proximalen Interphalangealgelenke der Finger im Hinblick auf typische Verletzungsmuster bei Hyperextensionstraumen untersucht. Neben makroskopischen Messungen wird die Knochendichte in den Ansatzregionen der Palmarplatten an Grund- und Mittelphalangen mit Hilfe eines computergestuetzten bildanalytischen Verfahrens bestimmt. Dabei weisen die distalen Ansatzzonen der Palmarplatten eine deutlich verminderte Knochendichte auf. Die entsprechend herabgesetzte Belastbarkeit erklaert klinische Befunde, nach denen es bei Hyperextension bevorzugt zu knoechernen Ausrissen der Palmarplatten kommt. An histologischen Schnitten wird ferner die Faserstruktur der Palmarplatte untersucht. Es lassen sich eine palmare Schicht quer verlaufender, eine mittlere Schicht diagonaler und eine dorsale Schicht laengs ausgerichteter kollagener Faserbuendel abgrenzen. Im distalen Anteil der Palmarplatte finden sich ueberwiegend Quer-, im proximalen Laengsfaserbuendel. Die Zugbelastung einer Hyperextension trifft distal senkrecht auf kollagene Faserbuendel und kann nur unzureichend abgefangen werden. Somit erklaeren sich klinische Beobachtungen, wonach die Palmarplatten meist distal rupturieren, obwohl ihre proximalen Anteile gewebsstrukturell schwaecher sind. Verf.-Referat