Bewegungsförderung und Training für Kinder und Jugendliche mit Krebserkrankungen im stationären Setting : Inhaltliche, strukturelle und systematische Voraussetzungen

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Author:Söntgerath, Regine; Kramp, Vivian; Wulftange, Markus; Eckert, Katharina
Published in:Bewegung, Raum und Gesundheit : Beiträge der gemeinsamen Jahrestagung der dvs-Kommissionen Gesundheit sowie „Sport und Raum“ vom 22.–23. September 2016 in Karlsruhe
Published:Hamburg: Feldhaus (Verlag), 2017, S. 73-80, Lit.
Corporate author involved:Deutsche Vereinigung für Sportwissenschaft / Kommission Gesundheit; Deutsche Vereinigung für Sportwissenschaft / Kommission Sport und Raum
Editor:Deutsche Vereinigung für Sportwissenschaft
Format: Publications (Database SPOLIT)
Publication Type: Compilation article
Media type: Print resource
Document Type: Conference proceedings
Language:German
Keywords:
Online Access:
Identification number:PU201805003460
Source:BISp

Author's abstract

Jährlich erkranken in Deutschland etwa 2000 Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren an Krebs Die Bewegungsräume und damit auch die Bewegungsmöglichkeiten sind für die betroffenen Patienten insbesondere in der Akutphase der Behandlung stark eingeschränkt. Das Zusammenspiel aus Erkrankung, Behandlung und Nebenwirkungen führt zu einer ausgeprägten körperlichen Inaktivität, insbesondere in stationären Behandlungsphasen aber auch darüber hinaus. Eine solch ausgeprägte körperliche Schonung ist jedoch trotz der Schwere der Erkrankung und der Intensität der Behandlung medizinisch nicht notwendig und nur unter bestimmten Bedingungen, wie z. B. Fieber, akute Infektionen, starke Erschöpfung oder der Gabe bestimmter Medikamente erforderlich. Trainingsinterventionen während oder nach der Behandlung zeigen dagegen vielversprechende Effekte, z. B. auf die Kraftfähigkeit, die Fatigue und die gesundheitsbezogene Lebensqualität der Patienten. Eine Implementierung entsprechender Angebote in die Behandlung wäre demnach sinnvoll. Eine Möglichkeit ist die Patienten dort mit Bewegung zu erreichen, wo sie häufig sind: im Krankenhaus. Damit die Bewegungsförderung die Patienten erreichen kann, muss eine entsprechende Intervention an das klinische Setting, die Behandlung und den aktuellen Zustand der Patienten angepasst werden. Welche inhaltlichen, systemischen und strukturellen Voraussetzungen hierzu förderlich sind, möchte dieser Beitrag aus einer klinischen sowie praktischen Perspektive erläutern. (geändert)