Kein Stress mit dem Stress : Tipps und Lösungen für mentale Stärke und psychische Gesundheit im wettkampforientierten Leistungssport ; für den Leistungssport

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Bibliographic Details
Author:Sulprizio, Marion; Kleinert, Jens
Project staff members:Ohlert, Jeannine; Borgmann, Simon
Published:Frankfurt a.M.: 2014, 156 S., Lit.
Corporate author involved:Verwaltungs-Berufsgenossenschaft; Deutscher Fußball-Bund; Initiative Neue Qualität der Arbeit; Robert-Enke-Stifung; Projekt Psychische Gesundheit in der Arbeitswelt
Editor:Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin
Research institution:Deutsche Sporthochschule Köln / Psychologisches Institut
Format: Publications (Database SPOLIT)
Publication Type: Book
Media type: Electronic resource (online) Print resource
Document Type: Grey literature
Language:German
Keywords:
Online Access:
Identification number:PU201406005664
Source:BISp

Abstract

Im Rahmen der Verabschiedung der Fußballnationalmannschaft zur Weltmeisterschaft in Brasilien wurde am 5. Juni in Frankfurt/Main die neu entwickelte Handlungshilfe "Psychische Gesundheit im wettkampforientierten (Leistungs-)Sport" vorgestellt. Der Praxisordner hole das oft tabuisierte Thema psychische Gesundheit im Leistungssport aus dem Abseits und richte sich mit praktischem Wissen der Sportpsychologie gezielt an Trainer, Ärzte, Sportpsychologen und Funktionäre im Leistungssport, heißt es in der Mitteilung der Initiatoren. "Nur wer körperlich und psychisch gesund ist, kann im Sport die optimale Leistung bringen. Gerade in der Spitze müssen unsere Fußballspieler besondere Belastungen meistern. Trainerinnen und Trainer sind gefordert, hier gezielt Unterstützung zu leisten, um Fehlbelastungen zu vermeiden. Hierfür wollen wir Hilfestellung geben", sagte DFB-Präsident Wolfgang Niersbach bei der Präsentation. Der Praxisordner ist im Rahmen des vom BMAS geförderten Projekts Psychische Gesundheit in der Arbeitswelt (psyGA) entstanden, das bereits zahlreiche weitere Hilfen zum Thema veröffentlicht hat. Die vom Psychologischen Institut der Deutschen Sporthochschule erstellten Texte sollen als praxisorientierten Leitfaden den Trainerinnen und Trainern als Handlungshilfe bei der täglichen Arbeit dienen.
Leistungssport biete ein großes Potenzial für die psychische Gesundheit und die Persönlichkeitsentwicklung, heißt es in der Ankündigung. Allerdings entstünden auch im Spitzensport Phänomene wie Stress, Konflikte, psychische Belastungen und Erkrankungen.Trainerinnen und Trainer seien oft noch unsicher, wie sie psychisch überlasteten Sportlerinnen und Sportlern helfen könnten. Die Handlungshilfe zur psychischen Gesundheit im wettkampforientierten Leistungssport biete hier wertvolle Strategien der Sportpsychologie. Sie unterstütze Trainerinnen und Trainer dabei, ihre Sportlerinnen und Sportler wertschätzend und gesundheitsförderlich zu behandeln. "Das Psychologische Institut der Deutschen Sporthochschule Köln setzt sich seit vielen Jahren mit den Ursachen und Bedingungen von Stress, Angst aber auch Glück und Wohlbefinden wissenschaftlich auseinander", sagte Professor Jens Kleinert, Leiter der Abteilung Gesundheit & Sozialpsychologie. "Der vorliegende Leitfaden ist dabei ein gutes Beispiel für den gelungenen Transfer wissenschaftlich fundierter Erkenntnisse in die Trainingspraxis und bietet konkrete Unterstützung im Trainingsalltag." Denn Trainerinnen und Trainer können eine Menge tun, um die psychische Gesundheit ihrer Athletinnen und Athleten zu erhalten und zu fördern.
"Die Handlungshilfe ist eine wichtige und vor allem praxisnahe Hilfe, um Trainer, Ärzte, Sportpsychologen und Funktionäre im Leistungssport über psychische Krankheiten aufzuklären und ihnen Wege aufzuzeigen, betroffene Athleten zu unterstützen. Dabei richtet sich die Handlungshilfe an alle Sportbereiche", betonte Teresa Enke, Vorstandsvorsitzende der Robert-Enke-Stiftung und Partnerin des Projekts. DOSB (geändert)