Die Leichtathletik "lebt"!

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Bibliographic Details
Author:Prokop, Clemens
Published in:Leichtathletiktraining : die Lehre der Leichtathletik
Published:19 (2008), 9+10, 4-7
Format: Publications (Database SPOLIT)
Publication Type: Journal article
Media type: Print resource
Language:German
ISSN:0939-8392
Keywords:
Online Access:
Identification number:PU200902001087
Source:BISp

Abstract

Der bereits erstmals 1962 beklagten und aktuell auf Grund des nachlassenden Zuschauerinteresses sehr heftig betonten „Krise“ der Leichtathletik steht die Mitgliederentwicklung des DLV entgegen, die 2006 zu dem Rekordergebnis von über 906.000 Mitgliedern führte, und die wirtschaftliche Bilanz, die für 2007 ein neues Rekordergebnis im Sponsoring ergab. Vor dem Hintergrund dieser ambivalenten Situation betont Verf. die Schwerpunktsetzung auf die Nachwuchsleichtathletik und die Leichtathletik als Volkssport. Damit beide Aspekte in ihrer Entwicklung gefördert werden, ist ein Engagement für folgende Maßnahmen erforderlich: 1. Sport muss in der Schule einen neuen Stellenwert erhalten. Sport darf in der Schule nicht länger ein „Verschiebebahnhof für die Folgen des Lehrermangels sein, sondern muss in seiner Wertigkeit den geistes- und naturwissenschaftlichen Fächern gleichgestellt werden.“ 2. Im Schulsport muss Leichtathletik als Kern- und Grundsportart wieder eine zentrale Bedeutung erlangen. 3. Für jeden Bürger und jedes Talent muss ein Leichtathletikverein bzw. ein leichtathletisches Training mit zumutbarem zeitlichem Aufwand von seinem Wohnort oder seiner Arbeitstelle erreichbar sein. 4. Die Leichtathletikbasis, also vor allem die Leichtathletikvereine, bedürfen der besonderen Unterstützung durch die Spitzenverbände. Obwohl das Leistungsprinzip das zentrale Merkmal der Leichtathletik darstellt, hat die Achtung der ethischen Grenzen des Sports eine höhere Wertigkeit als der sportliche Erfolg. Schiffer (unter Verwendung wörtlicher Textpassagen)