39. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Sportmedizin und Prävention. Hamburg, 14.-17. September 2005. "Bewegung ist Leben"

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Bibliographic Details
Editor:Braumann, Klaus-Michael
Published in:Deutsche Zeitschrift für Sportmedizin
Published:56 (2005), 7+8, S. 183-314, Lit.
Format: Publications (Database SPOLIT)
Publication Type: Journal article
Media type: Print resource
Language:German
ISSN:0344-5925, 0344-5925
Keywords:
Online Access:
Identification number:PU200510002237
Source:BISp

Abstract

Alle zwei Jahre veranstaltet die DGSP ihren wissenschaftlichen Fachkongress, auf dem aktuelle Forschungsergebnisse vorgestellt werden und mit der wissenschaftlichen Öffentlichkeit diskutiert werden. Das vorliegende Heft enthält die Zusammenfassungen der Beiträge, die dort präsentiert wurden. Sie zeigen in beeindruckender Weise das breite Spektrum des Fachs, welches von den Grundlagen der molekularen Mechanismen von Anpassungsreaktionen durch Training über neue Erkenntnisse des Muskelstoffwechsels und der Leistungsdiagnostik, aktuelle Diagnostik- und Therapiekonzepte bei Sportverletzungen bis hin zu den therapeutischen Möglichkeiten einer immer größeren Anzahl chronischer Erkrankungen durch ein gezieltes Bewegungsprogramm reicht. Die einzelnen Themenfelder sind: • Herz-Kreislaufsystem und Atmung • Behindertensport • Zentrales und peripheres Nervensystem • Ernährung • Leistungsdiagnostik • Training • Biomechanik und Bewegungsregulation • Bewegungstherapie bei Diabetes • Endokrines System und Stoffwechsel • Gefäße • Diabetes/Metabolisches Syndrom • Blut und Immunologie • Innere Medizin • Orthopädie • Haltungs- und Bewegungsapparat • Sport im Alter • Medikamente und Sport, Dopingprävention • Pädiatrie • Umwelteinflüsse • Sportartspezifische Probleme. Dieser 39. Kongress für Sportmedizin und Prävention findet statt in einer Zeit, in der die Rolle des weit verbreiteten Bewegungsmangels auf Erkrankungen des Stoffwechsels, des Herz-Kreislaufsystems aber auch zahlreiche muskuloskelettale Beschwerdebilder immer deutlicher wird. Übergewicht hat ein epidemieartiges Ausmaß erreicht, Typ II Diabetes – früher eine typische Krankheit älterer Frauen – findet sich heute bereits bei Kindern im Vorschulalter, Rückenschmerzen sind nach wie vor Ursache zahlreicher Fehlzeiten im Arbeitsleben. Immer mehr politische Entscheidungsträger haben vor dem Hintergrund dieser Zusammenhänge erkannt, dass die mit dieser Entwicklung einhergehende absehbare Explosion der Gesundheitskosten den Fortbestand unseres Gesundheitssystems gefährdet und fordern ein Umdenken zu mehr Prävention durch Bewegung. Auf zahlreichen Ebenen werden vielfältige Aktivitäten zur Propagierung von mehr Bewegung im Alltag entwickelt: Krankenkassen bieten Bonusregelungen für die regelmäßige Teilnahme an Bewegungsprogrammen an, Wirtschaftsunternehmen kümmern sich vermehrt auch um die körperliche Fitness ihrer Mitarbeiter. Obwohl durch diese Entwicklung die gesundheitspolitische Bedeutung der Sport- und Bewegungsmedizin immer bedeutsamer werden müsste, die bewährte Konzepte zur Lösung einer Vielzahl von Gesundheitsproblemen liefern kann, spielt das Fach in der aktuellen gesundheitspolitischen Diskussion kaum eine Rolle. Der Kongress soll dazu dienen, die Sport- und Bewegungsmedizin in der Öffentlichkeit darzustellen. Editorial (geändert)