Analyse der Reaktionszeiten im Sprint bei den Europameisterschaften in Prag 1978

Titel: Analyse der Reaktionszeiten im Sprint bei den Europameisterschaften in Prag 1978
Autor: Dostal, Emil
Erschienen in: Leichtathletiktraining im Spannungsfeld von Wissenschaft und Praxis : Arbeitsbericht des Internationalen DLV-Fortbildungskongresses "Leichtathletiktraining vor Moskau" vom 23.-25.11.1979 am Fachbereich Sport der Universität Mainz
Format: Sammelwerks­beitrag
Medienart: Gedruckte Ressource
Sprache: Deutsch
Veröffentlicht: Niedernhausen: Schors (Verlag), 1981, S. 327-331
ISBN: 3885000954; 3885000954
Schlagworte: Hürdenlauf; Laufdisziplin; Leichtathletik; Reaktionszeit; Sprint;
Erfassungsnummer: PU199901306557
Quelle: BISp
Gespeichert in:

Abstract

Bei den EM 1978 wurde die Reaktionszeit bei Laeufen mit Ablauf aus Startbloecken (Marke Junghans) mit eingebauter automatischer Registratur der Reaktionszeit gemessen. Die Reaktionszeit wird mittels der Zeitspanne zwischen dem Startschuss und dem Druck auf die Stuetzflaeche des Blockes, wenn er einen Wert von mehr als 25 kp erreicht hat, festgestellt. Ergebnisse: 1. Mit Hilfe der genommenen Durchschnittswerte kann man den Schluss ziehen, dass die durchschnittliche Reaktionszeit bei den Frauen laenger ist als bei den Maennern. Als Ausnahme kann der 100-m-Huerdenlauf der Frauen - im Vergleich zum 110-m-Huerdenlauf der Maenner - angesehen werden; hier erwiesen sich die Frauen in der Reaktion auf das Startsignal als schneller. Der groesste Unterschied zu Lasten der Frauen besteht beim 400-m-Huerdenlauf, naemlich 37,2 ms. 2. Bei allen Kurzstreckenlaeufen, sowohl in den Vorlaeufen, den Vorentscheidungen als auch in den Endlaeufen, wurden von den einzelnen Laeufern bessere Werte der Reaktionszeit als 200 ms erzielt. Zu den Ausnahmen zaehlt lediglich der Endlauf der Maenner ueber 400 m und der Endlauf der Frauen ueber 400 m Huerden. 3. Die Reaktionszeit vergroessert sich mit der Laenge der Laufstrecke. 4. Je laenger die Strecke, desto laenger die Reaktionszeit. 5. Bei den schnellsten Laeufern kann eine hoehere Stabilitaet der Reaktionsgeschwindigkeit festgestellt werden. 6. Es hat den Anschein, dass man die Tatsache des Zuwachses der Reaktionszeit parallel mit dem Zuwachs der Streckenlaenge auf zweierlei Weise erklaeren kann. 7. Es wirkt befremdend, dass die Medaillengewinner ihre kuerzesten Reaktionszeiten nicht im Endlauf, sondern in den vorhergehenden Rennen erreichten. Kirmse (unter Verwendung wortlicher Textpassagen)

Ähnliche Einträge

© BISp 2018