Die diskriminierte Minderheit oder Sportunterricht fuer Maedchen an Schulen fuer Lernbehinderte

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Bibliographic Details
Author:Quenstedt, Fritz
Published in:Zeitschrift für Heilpädagogik
Published:40 (1989), 7 , S. 459-462
Format: Publications (Database SPOLIT)
Publication Type: Journal article
Media type: Print resource
Language:German
ISSN:0513-9066
Keywords:
Online Access:
Identification number:PU199011039889
Source:BISp

Abstract

Verf. kritisiert, dass neue Untersuchungsergebnisse aus der Sportwissenschaft und insbesondere aus der Frauensportforschung zum groessten Teil gar nicht und wenn ueberhaupt erst verspaetet zur Kenntnis genommen und in den Lehrplaenen beruecksichtigt werden. Auch Sportlehrer an Sonderschulen sollten nicht nur die Entwicklung des Sports in ihrem Sportunterricht an sich beruecksichtigen, sondern auch die Entwicklung des Freizeitbereichs und das veraenderte Freizeitverhalten. Verf. stellt fest, dass der heutige Sport auch in den Schulen vorwiegend maennerorientiert ist. Schuelerinnen einer Sonderschule wurden hinsichtlich ihrer Einstellung zum Sport sowie bezueglich ihrer Wuensche fuer die Gestaltung des Sportunterrichts befragt. Die Ergebnisse (Meinungen, Wuensche) werden vorgestellt. Es zeigte sich, dass viele Schwierigkeiten haben, ihre eigenen Beduerfnisse im Sport zu erkennen, nachdem sie fast ausschliesslich nach maennerorientierten Werten unterrichtet wurden. Der gegenwaertige Schulsport schreibt die einseitigte Orientierung der Maedchen am Maennersport fest. Eine rechtzeitig entwickelte Sportdidaktik fuer Maedchen sollte mithelfen, ihrer weiteren Diskriminierung im Sportunterricht entgegenzuwirken. Schiffer