Kopfbälle im Fußball: Einfluss von Kopfbällen auf funktionelle und strukturelle Hirnnetzwerke

Sprache: Deutsch
Leiter des Projekts Prof. Dr. Dr. Reinsberger, Claus Universität Paderborn / Sportmedizinisches Institut (Tel.: 05251/60-3184, reinsberger at sportmed.upb.de)
Beteiligte Institutionen: Universität Paderborn / Sportmedizinisches Institut (Forschungseinrichtung)
BMI/BISp (Aktenzeichen: 070107/16-18) (Finanzierung)
Projektlaufzeit: 05/2017 - 12/2019
Schlagworte: Balance; Funktion; Fußballspiel; Gang; Ganganalyse; Gehirn; Gehirnerschütterung; Hochleistungssport; Kopfball; Leistung, kognitive; Leistungssport; Netzwerk, neuronales; Neuropsychologie; Schädelhirnverletzung; Sportspiel; Stoßen; Struktur
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Erfassungsnummer: PR020170600057
Quelle: profi - Projektinformationssystem
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Planung

In mindestens 2 Vereinen sollen ca. 60 professionelle Fußballspieler über 2 komplette Saisons untersucht werden. Vor und nach der Beobachtungsperiode werden hochauflösende MR-Tomographien des Gehirns mit anschließender Nachbearbeitung zur Beurteilung von Hirnnetzwerken, neuropsychologische, vestibuläre und okulomotorische Tests durchgeführt, die in Abhängigkeit des Auftretens von Kopfbällen während des Beobachtungszeitraums ausgewertet werden. Dabei werden andere Einfluss-, bzw. Störfaktoren wie Alter, Verletzungen (z.B. Schädel-Hirn-Traumata), Erkrankungen etc. ebenfalls erfasst und berücksichtigt. Es soll dabei überprüft werden, ob und wie Köpfbälle bei professionellen Fußballspielern funktionelle und strukturelle Hirnnetzwerke im MRT, neuropsychologische Leistungen und objektive vestibuläre und okulomotorische Parameter wie die Balance, Gangstabilität und den vestibulo-okulären Reflex beeinflussen.
- Juni 2016: Ethikvotum
- Juli 2016: Baseline MRTs, neuropsychologische, okulomotorische und vestibuläre Basistestung, Abschätzung der Kopfballhäufigkeiten der letzten Jahre für erste Querschnittsanalyse
- Juli 2016 - Mai 2018: Registrierung von Kopfbällen und Kopfverletzungen in sämtlichen Trainings und Spielen der in der Studie eingeschlossenen Spieler
- Juni-August 2018: Follow up MRTs, neuropsychologische, okulomotorische und vestibuläre Folgetestung
- Sep - Dez 2018: Nachbearbeitung der Daten der Längsschnittanalyse, Publikationen der Ergebnisse

Ergebnisse

Einerseits werden die Ergebnisse der Studie dazu beitragen, die Sicherheit von Kopfballspielen und damit die Gesundheit von Fussballspielern objektiver beurteilen zu können. Sollten sich im Rahmen der Studie signifikante Beeinträchtigungen von Hirnnetzwerken und Hirnleistungen zeigen, werde heioraus Vorschluage für Regelmodifikationen abgeleitet werden können. Sollte sich keinerlei solcher Veränderungen zeigen, kann dem Kopfballspiel weiterhin ohne gesundheitliche Ängste nachgegangen werden können. Die Studie wird weiterhin eine Basis für objektive Parameter von Hirnverletzungen im Fussball und anderen Sportarten bilden, da die hier angewandte neuroanatomische, neurophysiologische und neuropsychologische Testbatterie eine umfassende Beurteilung von Hirnstruktur und -funktionen erlaubt und somit beispielhaft auch in anderen Fragestellungen zu Schädel-Hirn-Traumata im Sport zur Anwendung kommen kann.

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