Langzeitstudie Amateurboxen

Sprache: Deutsch
Leiter des Projekts Dr. Funke, Wilhelm Deutscher Amateurboxverband (Tel.: 0561 /103601)
Beteiligte Institutionen: Deutscher Amateurboxverband (Forschungseinrichtung)
BMI/BISp (Finanzierung)
Deutscher Amateur-Box-Verband (Finanzierung)
Projektlaufzeit: 12/1975 - 01/2000
Schlagworte: Amateursport; Boxen; Hirnverletzung; Hochleistungssport; Kernspintomographie; Leistungssport; Längsschnittuntersuchung; Schädelhirnverletzung; Schädelverletzung
Erfassungsnummer: PR019930104110
Gespeichert in:

Zusammenfassung

Theorie:
Nichtklinische Beobachtungen und Erfahrungen lassen die Annahme zu, daß es keine boxinduzierten chronischen Gehirnschäden bei Amateurboxern in der Bundesrepublik Deutschland gibt, im Gegensatz zu weltweiten wissenschaftlichen Arbeiten, die chron. Hirnschäden auch bei Amateurboxern (nicht nur bei Profis) annehmen.
Methode:
1. Etappe (1975-82): Nachweis, daß neurol. Untersuchung, EEG, Hirnszintigraphie, Schädelcomputertomographie, und Schädelröntgen ungeeignet sind, chronisch boxverursachte Hirnschäden aufzudecken. Die oben genannten wissenschaftlichen Arbeiten stützen sich aber gerade auf diese Untersuchungen.
Über diese Etappe unterrichtet ausführlich die Schrift:
8 Jahre Langzeitstudie Amateurboxen (siehe bibliographische Angaben).
2. Etappe (1984-93): Durchführung sublimerer Untersuchungen zur Thematik wie:
Kernspintomographie, evozierte Potentiale (olfaktor. etc.), Vestibularistests, psychologische, hirnorganische Tests.

(Zwischen)Ergebnisse

1. Etappe: Siehe Methode. 2. Etappe: Soeben beendet. Kernspintomographie: Keine Zeichen von Hirnschäden. Olfaktorisch evozierte Potentiale zeigten Auffälligkeiten gegenüber Normalpersonen. Die Bewertung dieser Auffälligkeiten wird künftig eruiert! Die jährlichen psychologischen Tests (modifizierter Interferenztest, optisches Auflösungsvermögen, mehrere weitere hirnorganische Tests) wurden soeben nach 10 Jahren Laufzeit abgeschlossen. Ergebnis liegt noch nicht vor. Für 1994 ist die Herausgabe einer weiteren Zusammenfassung der Untersuchungsergebnisse der 2. Etappe zusammen mit einer Übersicht über die 1. Etappe vorgesehen. Ab 1995 Fortsetzung der Langzeitstudie nach konzeptionell dzt. noch nicht präzise erfaßten Kriterien. Voraussichtlich auch Abklärung eventuell noch offenstehender Fragen und Daten, weitere Beobachtungen (Tests) bzw. Strategien zur weiteren Erforschung und Abklärung der Frage nach eventuell chronischen Hirnschäden bei Amateurboxern.

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